Fragen Sie bei jedem Fakt „warum ist das wahr?“
Halten Sie nach dem Lesen eines Fakts inne und beantworten Sie, warum das so sein sollte, bevor Sie weitergehen.
Why it works
Ein bloßer Fakt hat nur einen Weg ins Gedächtnis; ein erklärter Fakt ist mit allem verknüpft, was Sie bereits wissen und was ihn plausibel macht. Das Erzeugen des „Warum“ zwingt Sie, verwandtes Wissen abzurufen und Verbindungen aufzubauen, sodass der Fakt in einem Bedeutungsnetz gespeichert wird, statt allein zu schweben. Mehr Verbindungen bedeuten mehr Hinweise, die ihn später wieder herbeirufen können.
How to do it
- Lesen Sie einen Fakt, schließen Sie dann den Text und fragen Sie „warum sollte das wahr sein?“
- Antworten Sie laut oder schriftlich mit eigenen Worten und Vorwissen.
- Gehen Sie erst zum nächsten Fakt über, wenn Sie einen echten Grund gefunden haben, keine bloße Umformulierung.
Evidenz
In kontrollierten Studien erinnern sich Lernende, die „Warum“-Erklärungen für Fakten erzeugen, besser daran als jene, die die gleichen Fakten nur lesen oder wiederlesen — besonders bei Material, das an vorhandenes Wissen anknüpft. (rct)
Der Nutzen ist am größten, wenn Lernende bereits genug wissen, um einen plausiblen Grund zu erzeugen; bei völlig unbekanntem Material gibt es wenig, woran sich der Fakt anknüpfen lässt, sodass der Effekt schrumpft.
Quellen
Häufiger Fehler
Das „Warum“ zu beantworten, indem man den Fakt selbst umformuliert („es ist wahr, weil es eben so ist“), was wie Elaboration wirkt, aber keine neue Verbindung schafft und keinen Nutzen bringt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Elaborative Befragung: Fragen Sie „Warum ist das wahr?“
- Machen Sie die Frage präzise, nicht generisch
Fragen Sie „warum gilt GENAU DIESER Fakt, angesichts dessen, was ich weiß?“ statt einem vagen „warum?“
- Treiben Sie das „Warum“ voran, bis Sie an eine Wissenslücke stoßen
Fragen Sie so lange „warum“ nach Ihrer eigenen Antwort, bis Sie eine Lücke erreichen, und füllen Sie sie dann.
- Fragen Sie „warum dies und nicht das?“
Erklären Sie, warum ein Fakt wahr ist und nicht eine naheliegende Alternative.
- Wenden Sie das „Warum“ auf Ihre eigenen Annahmen an
Wenden Sie dieselbe Prüfung „warum glaube ich das?“ auf Ihre bestehenden Überzeugungen an, nicht nur auf neue Fakten.
- Schreiben Sie die Erklärung, statt sie nur zu denken
Bringen Sie das „Warum“ zu Papier, damit vages gedankliches Herumfuchteln nicht als Verständnis durchgeht.