Herzschlag- und Atembewusstsein

Übe, deinen Herzschlag und Atem direkt zu spüren, um interozeptive Genauigkeit zu schärfen.

Why it works

Herzschlagerkennung ist das klassische Maß interozeptiver Genauigkeit in der Forschung, und auf Herz und Atem zu achten trainiert den Kanal, über den viel Emotion gelesen wird. Schärferes, ruhigeres Bewusstsein für diese Signale hilft dir, Erregung als Information zu erkennen, statt von ihr in eine Angstspirale gerissen zu werden.

How to do it

  1. Sitze still und versuche, deinen Herzschlag zu spüren, ohne deinen Puls zu nehmen, für ein bis zwei Minuten.
  2. Bemerke dann deinen Atem – sein Tempo, seine Tiefe und wo er sich im Körper bewegt.
  3. Beobachte die Signale als neutrale Daten ("Herz etwas schnell, Atem flach") statt als Alarme.
  4. Übe in ruhigen Zuständen, damit die Fähigkeit verfügbar ist, wenn Erregung aufsteigt.

Evidenz

Interozeptive Genauigkeit (oft gemessen durch Herzschlagerkennung) wird in Bezug auf Emotion und Angst untersucht. Interventionen zu ihrer Verbesserung zeigen Vielversprechendes, und interozeptive Unterschiede sind mit Angst verknüpft, wobei das Feld noch in Entwicklung ist. (observational)

Befunde zum Training interozeptiver Genauigkeit sind vielversprechend, aber nicht abschließend geklärt, und Effekte variieren je nach Person. Bei Gesundheitsangst kann Herzschlagfokus nach hinten losgehen – gehe sanft vor.

Quellen

  • Garfinkel et al. (2015), dimensions of interoception (accuracy, sensibility, awareness), Biological Psychology

Häufiger Fehler

Normale körperliche Signale (ein schnelleres Herz, ein flacher Atem) als Beweis zu interpretieren, dass etwas falsch ist, was Bewusstsein in einen Auslöser verwandelt. Das Ziel ist neutrales Bemerken, kein Alarm.

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