Ändere, wofür das System optimiert

Wenn das Ziel des Systems das Verhalten erzeugt, das du ändern willst, ändere das Ziel.

Why it works

In Meadows’ Hierarchie ist das Ziel eines Systems zu ändern höher gehebelt als die Regeln zu ändern, weil die Regeln existieren, um dem Ziel zu dienen – bleibt das Ziel gleich, werden neue Regeln zurück zum alten Verhalten ausgetrickst. Viele hartnäckige Probleme bestehen fort, weil alle tatsächlich erfolgreich ein Ziel erreichen, das das problematische Verhalten als Nebeneffekt erzeugt; die Lösung ist nicht, das Verhalten einzuschränken, sondern zu ändern, was Erfolg bedeutet.

How to do it

  1. Frag: "Wofür optimiert dieses System tatsächlich?" – nicht das erklärte Ziel, sondern das durch Verhalten offenbarte.
  2. Vergleich das mit dem Ziel, das du willst. Wenn sie sich unterscheiden, bestimme, wer oder was das aktuelle Ziel festlegt.
  3. Gestalte eine neue Zielmetrik, die das gewünschte Verhalten zum natürlichen Weg zum Erfolg macht.
  4. Prüf auf Zielverschiebung: Erzeugt die neue Metrik, einmal eingerichtet, unbeabsichtigte Optimierungen?

Evidenz

Goal displacement — systems optimizing for measurable proxies rather than actual outcomes — is extensively documented in organizational and public policy research. Goodhart’s Law ("when a measure becomes a target, it ceases to be a good measure") is the canonical formulation. (observational)

Changing goals in social systems requires legitimacy and buy-in; technical correctness of a new goal does not guarantee adoption.

Quellen

  • Goodhart (1975), cited in Marilyn Strathern (1997), "‘Improving ratings’: audit in the British university system"

Häufiger Fehler

Eine neue Zielmetrik zu gestalten, ohne Effekte zweiter Ordnung zu berücksichtigen – jede Zielmetrik wird optimiert, auch auf Weisen, die du nicht beabsichtigt hast, sodass die neue Metrik spieltheoretisches Testen vor der Umsetzung braucht.

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