Die Eine-Aufgabe-Regel

Verpflichte dich zu einer einzigen Aufgabe bis zu einem natürlichen Haltepunkt, bevor du eine andere anfässt.

Why it works

Was Menschen Multitasking nennen, ist Aufgabenwechsel, und das Gehirn zahlt jedes Mal Wechselkosten, wenn es sich für eine neue Aufgabe neu konfiguriert — langsamere Reaktionen und mehr Fehler. Eine Aufgabe zu halten entfernt die wiederholte Neukonfiguration, sodass mehr von deiner Zeit für die eigentliche Arbeit statt für den Wiedereinstieg verwendet wird.

How to do it

  1. Wähle eine Aufgabe und definiere ihren Haltepunkt, bevor du beginnst.
  2. Halte jede andere Aufgabe außer Sicht — geschlossene Tabs, geschlossene Apps, ein einziges Dokument.
  3. Wenn eine konkurrierende Aufgabe auftaucht, schreibe sie auf eine Erfassungsliste, statt zu ihr zu wechseln.

Evidenz

Aufgabenwechselkosten (langsamere und fehleranfälligere Leistung nach einem Wechsel) gehören zu den am meisten replizierten Befunden der kognitiven Psychologie über Jahrzehnte von Laborstudien hinweg. (rct)

Wechselkosten im Labor sind robust; das Übersetzen exakter Millisekundenkosten in täglichen Gesamtproduktivitätsverlust ist eine Schätzung, keine gemessene Konstante für deine spezifische Arbeit.

Quellen

  • Rubinstein, Meyer & Evans (2001), executive control of cognitive processes in task switching, J. Experimental Psychology

Häufiger Fehler

Zu glauben, du seist die Ausnahme, die gut multitaskt. Selbsteingeschätzte starke Multitasker schneiden bei Aufmerksamkeit und Filterung tendenziell schlechter ab, nicht besser.

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