Recognition-Primed Decision Making (mustererkennungsbasierte Entscheidung)

Wie Mustererkennung Expertenurteile antreibt, und wie man die entscheidenden Muster aufbaut

Wie entscheiden Experten schnell, ohne Optionen zu vergleichen?

Gary Kleins Forschung fand, dass erfahrene Praktiker in hochriskanten Umgebungen selten Optionen nebeneinander vergleichen. Stattdessen erkennen sie eine Situation als vertrauten Typ, simulieren mental einen Handlungsverlauf und setzen ihn um, wenn die Simulation hält – ein Prozess, der schnell und unter Zeitdruck genau ist, aber vorhersehbar zusammenbricht, wenn die Situation wirklich neuartig ist.

Klein untersuchte, wie Feuerwehrleute, Pflegekräfte, Militärkommandeure und Schachspieler unter Zeitdruck Entscheidungen treffen, und stieß dabei auf etwas Unerwartetes: Experten wägen so gut wie nie Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Sie gleichen die Situation mit einem Prototyp ab, simulieren gedanklich ein einziges Szenario, prüfen es auf Probleme und handeln. Das Modell der erkennungsbasierten Entscheidung (Recognition-Primed Decision, RPD) erklärt sowohl die Geschwindigkeit des Expertenurteils als auch dessen typische Fehlerquellen. Im Folgenden die daraus abgeleiteten Praktiken – jeweils mit dem Mechanismus, der sie wirksam macht, und einer ehrlichen Einschätzung der Studienlage.

Übungen

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