Nutze sozialen Kontext, um Zonengrenzen zu verschieben

Was allein Panik ist, wird oft zur Dehnung, wenn man es zusammen mit jemandem tut, der in diesem Bereich wohler ist.

Why it works

Soziale Erleichterung und Beobachtungslernen wirken hier beide. Banduras Forschung zeigt, dass das Beobachten eines kompetenten Vorbilds bei einer gefürchteten Aufgabe die subjektiv empfundene Bedrohung senkt und die Selbstwirksamkeit steigert, bevor der Beobachter es selbst versucht. Die Anwesenheit eines unterstützenden, kompetenten Partners aktiviert auch Ko-Regulation — die Ruhe eines anderen Nervensystems zu leihen, um das eigene zu stabilisieren.

How to do it

  1. Identifiziere jemanden, der sich in dem Bereich wohlfühlt, in dem du Panik empfindest.
  2. Bitte darum, sie einmal durch die Aktivität zu begleiten, bevor du es allein versuchst.
  3. Besprich, was sie als handhabbar wahrgenommen haben, das du als bedrohlich erwartet hattest.
  4. Nutze ihr Vorbild als Beleg für deinen eigenen nächsten Versuch.

Evidenz

Stellvertretende Meisterschaftserfahrungen (das Beobachten eines erfolgreichen Vorbilds) sind neben direkter Meisterschaft ein nachgewiesener Weg zu gesteigerter Selbstwirksamkeit. Effekte sozialer Erleichterung auf Leistung sind robust, aber kontextabhängig. (observational)

Soziale Erleichterung kann in beide Richtungen wirken: Publikum erhöht Erregung, was einfachen Aufgaben hilft und komplexen schadet. Die Wahl des richtigen sozialen Kontexts zählt.

Quellen

  • Bandura (1977), self-efficacy theory — vicarious mastery as a source of efficacy beliefs

Häufiger Fehler

Einen sozialen Begleiter zu bitten, den schweren Teil für dich zu erledigen, statt zuzusehen und es dann selbst zu versuchen — die eigene Zonenerweiterung durch seine Leistung zu ersetzen.

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