Überprüfe jeden Palast in verteilten Abständen

Gehe deinen Palast nach 1 Tag, 3 Tagen und 1 Woche nach der Kodierung ab — dann seltener.

Why it works

Wie jede Erinnerung schwächen sich Ort-Assoziationen mit der Zeit ab, wenn sie nicht reaktiviert werden. Verteilte Abrufgänge nutzen den Verteilungseffekt: Eine Erinnerung kurz vor ihrem Verblassen zu reaktivieren, verlangsamt weiteres Vergessen erheblich. Jeder erfolgreiche Palastgang stärkt zudem die Szene-Element-Assoziation und macht den Abruf schließlich automatisch genug, um unter realen Bedingungen nützlich zu sein.

How to do it

  1. Plane nach dem Kodieren eines Palastes den ersten Überprüfungsgang 24 Stunden später.
  2. Führe die Überprüfung ohne Nachschauen durch — jedes Element, das du nicht abrufen kannst, bekommt seine Szene neu aufgebaut.
  3. Staffle nachfolgende Überprüfungen: 3 Tage, dann 1 Woche, dann 2 Wochen, angepasst an die Genauigkeit.
  4. Elemente, die du mühelos abrufst, können weiter gestaffelt werden; verpasste Elemente kehren zu einem kürzeren Intervall zurück.

Evidenz

Verteiltes Üben verbessert die langfristige Behaltensleistung in praktisch jedem untersuchten Bereich, und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass Ort-Assoziationen davon ausgenommen sind. Der Verteilungseffekt gehört zu den am meisten replizierten Ergebnissen der Gedächtnisforschung. (rct)

Der konkrete oben genannte Verteilungsplan ist eine Faustregel; optimale Intervalle hängen davon ab, wie lange du das Material behalten musst und wie gut die anfängliche Kodierung war.

Quellen

  • Cepeda et al. (2006), distributed practice in verbal recall tasks: a review and quantitative synthesis, Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Den Palast einmal nach der Kodierung abzugehen und dann nicht zurückzukehren — ohne verteilte Überprüfung verfallen die Assoziationen schnell, und der Palast liefert keinen langfristigen Abruf.

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