Den Denker beobachten

Beobachte deine eigenen Gedanken als Zeuge, statt in ihnen verloren zu sein.

Why it works

Wenn du einen Gedanken beobachtest, nimmst du einen Standpunkt ein, der nicht der Gedanke selbst ist — Tolle nennt dies die zeugende Präsenz. Das deckt sich mit dem, was die Psychologie Dezentrierung nennt: einen Gedanken als mentales Ereignis statt als Realität zu sehen, was seinen automatischen Griff löst und die zwanghafte Identifikation unterbricht, die Grübeln antreibt.

How to do it

  1. Höre einige Minuten lang einfach der Stimme in deinem Kopf zu, als würdest du jemand anderem lauschen.
  2. Bemerke besonders wiederholende, urteilende oder besorgte Gedanken, ohne dich einzumischen oder zu argumentieren.
  3. Jedes Mal, wenn du bemerkst, dass du beobachtest statt zu denken, ruhe in dieser Lücke des Gewahrseins.
  4. Versuche nicht, die Gedanken zu stoppen; beobachte einfach, wie sie entstehen und vergehen.

Evidenz

Das Beobachten von Gedanken überschneidet sich mit Dezentrierung, einem in der Achtsamkeitsforschung relativ gut untersuchten Mechanismus. Tolles spezifische metaphysische Rahmung des „Zeugen” ist jedoch eine Lehre, keine geprüfte Intervention. (mechanistic)

Der zugrundeliegende Dezentrierungsmechanismus hat Forschungsstützung; Tolles spezifische spirituelle Rahmung davon nicht, und beides sollte nicht vermischt werden.

Häufiger Fehler

Das Beobachten in eine weitere Schicht des Denkens zu verwandeln — die Gedanken zu analysieren oder zu bewerten — statt sie einfach still zu beobachten, während sie vorbeiziehen.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Die Kraft der Gegenwart, in der Praxis

Verwandte Konzepte