Erfasse, was resoniert — nicht alles

Speichere Notizen, Markierungen und Ideen nur, wenn sie wirklich etwas auslösen — nicht aus Pflichtgefühl.

Why it works

Der Versuch, alles zu erfassen, erzeugt ein Notizensystem, das zu groß ist, um navigierbar, und zu undifferenziert, um nützlich zu sein. Das Filtern nach Resonanz — was dich tatsächlich trifft, überrascht oder mit etwas verbindet, an dem du arbeitest — stellt sicher, dass das System Signal statt Archiv enthält. Der Resonanzfilter verlagert die Kuratierungsarbeit zudem in den Moment des Konsums, wenn die Relevanz noch frisch ist.

How to do it

  1. Frag dich beim Lesen, Hören oder Schauen: Bringt mich das zum Nachdenken, widerspricht es etwas, das ich glaubte, oder verbindet es sich mit etwas, das mir wichtig ist?
  2. Wenn ja, erfasse die Passage, Idee oder das Zitat. Wenn nicht, lass es los.
  3. Kopiere keine langen Blöcke — erfasse den prägnantesten Satz oder die Kernidee in eigenen Worten.
  4. Erfasse in einen einzigen Posteingang (eine App, ein Werkzeug) statt verstreuter Werkzeuge, die du nie durchsiehst.

Evidenz

Der Wert selektiven Notizenmachens gegenüber wörtlicher Transkription wird durch Mueller und Oppenheimers Arbeit zu Laptop- versus Handschrift-Notizen gestützt, die fand, dass selektive, verarbeitete Notizen besseres konzeptuelles Verständnis erzeugten als wörtliche Erfassung. (rct)

Der Befund von Mueller & Oppenheimer betraf Vorlesungsnotizen; Fortes Anwendung auf allgemeine Wissenserfassung ist eine fundierte Erweiterung, keine direkt geprüfte Variante.

Quellen

Häufiger Fehler

Jeden markierten Satz in jedem Artikel „für alle Fälle" speichern und so ein Notizarchiv erzeugen, das so groß ist, dass etwas zu finden mehr Aufwand erfordert als das Original erneut zu lesen.

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