„Genügen lassen“ statt Maximieren annehmen

Setzen Sie vor der Suche einen „gut genug“-Maßstab, dann stoppen Sie, wenn Sie ihn erreichen.

Why it works

Maximierer scannen jede verfügbare Option in der Hoffnung, die objektiv beste zu finden. Das ist bei großen Auswahlmengen rechnerisch unmöglich, sodass sie nie sicher sind, fertig zu sein — und jede nicht gewählte Option bedauern. „Genügen-Lasser“ verpflichten sich vorab auf einen Maßstab; diesen Maßstab zu erreichen ist die Stoppregel, die die Suche schließt und kontrafaktisches Bedauern senkt, weil die Messlatte per Definition erreicht wurde.

How to do it

  1. Schreiben Sie vor der Suche die zwei oder drei Kriterien auf, die wirklich zählen, und einen Mindestwert für jedes.
  2. Sichten Sie Optionen, bis eine alle Schwellenwerte erfüllt, dann stoppen Sie — öffnen Sie die Suche nicht erneut.
  3. Erinnern Sie sich daran, dass das Prüfen weiterer Optionen nach einer zufriedenstellenden Wahl das Bedauern erhöht, nicht die Qualität.

Evidenz

Schwartz und Kollegen fanden, dass Maximierungsorientierung (im Vergleich zu Genügen-Lassen) über mehrere Studien hinweg mit geringerer Lebenszufriedenheit, mehr Bedauern und mehr Depression korreliert. Die Kausalrichtung ist inferenziell; die Korrelation ist robust. Eine Studie zu Absolventen auf Jobsuche schärft dies: Maximierer bekamen objektiv bessere Jobs (höhere Einstiegsgehälter), fühlten sich aber schlechter über das Ergebnis als Genügen-Lasser. (observational)

Dies sind korrelative Befunde. Ob das Training von Genügen-Lassen Ergebnisse verändert, ist plausibel, aber weniger direkt getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Den „Genügen-lassen“-Schwellenwert erst nach der Sichtung der Optionen zu setzen statt vorher, was ihn in verkapptes Maximieren verwandelt.

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