Backup-Verstärker wählen, die wirklich motivieren — nicht was motivieren sollte

Eine Token-Ökonomie scheitert, wenn die Backup-Belohnung — wofür die Tokens eingelöst werden — nicht wirklich motiviert.

Why it works

Backup-Verstärker (die tatsächlichen Gegenstände, Aktivitäten oder Privilegien, gegen die Tokens eingetauscht werden können) bestimmen den Wert des Tokens. Motiviert der Backup-Verstärker die Person nicht, haben die Tokens keinen funktionalen Wert und das System kollabiert. Azrins Originalarbeit nutzte individualisierte Verstärkerbewertungen, um herauszufinden, was jede Person tatsächlich motivierend fand, statt standardisierte Verstärker anzunehmen. Das ist der am häufigsten übersprungene Schritt bei persönlichen Belohnungssystemen.

How to do it

  1. Liste 10–15 Dinge auf, die du dir wirklich wünschst — Erlebnisse, Gegenstände, Privilegien — über verschiedene Größen und Kosten hinweg.
  2. Weise jedem einen groben Token-Preis proportional zu seinem Wert für dich zu (klein = 5 Tokens, mittel = 20, groß = 100).
  3. Teste das System eine Woche lang: Hast du auf einen Backup-Verstärker hingearbeitet? Wenn nicht, motiviert das aktuelle Angebot dich nicht und muss überarbeitet werden.
  4. Überarbeite das Angebot monatlich — der Verstärkerwert ändert sich, und dieselbe Belohnung kann durch Gewöhnung neutral werden.

Evidenz

Verstärkerbewertung und individualisierte Backup-Verstärker-Auswahl sind Standardverfahren in angewandter Verhaltensanalyse und klinischem Token-Ökonomie-Design. (clinical)

Was als Verstärker funktioniert, ist individuell und kontextabhängig; die Lücke zwischen geäußerten Präferenzen und tatsächlichen Verhaltensverstärkern ist oft groß.

Häufiger Fehler

Abstrakte oder aufgeschobene Backup-Verstärker zu nutzen („Ersparnisse für einen Urlaub“), die psychologisch zu fern sind, um als echte Motivatoren für tägliches Verhalten zu wirken.

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