Jede Technologie für einen bestimmten Zweck mit expliziten Einschränkungen nutzen

Weise jeder wiedereingeführten Technologie eine konkrete Aufgabenbeschreibung, ein Zeitbudget und eine Zugangsregel zu.

Why it works

Ohne Einschränkungen fällt eine wiedereingeführte Technologie standardmäßig auf ihren Vor-Entrümpel-Fußabdruck zurück: jederzeit, überall, so lange wie gewünscht. Eine explizite Aufgabenbeschreibung zuzuweisen bindet die Technologie an einen bestimmten Kontext und macht Abweichung als Regelverstoß sichtbar statt als unsichtbare Gewohnheit. Die Einschränkung ist der neue Standard, nicht dessen Abwesenheit.

How to do it

  1. Schreibe für jede Technologie, die du wieder einführst, eine einsätzige Aufgabenbeschreibung: „Twitter ist nur zum Verfolgen von X-Kategorie-Accounts für 15 Minuten in der Mittagspause.“
  2. Lege fest: welches Gerät (Desktop vs. Handy), welches Zeitfenster und die maximale Häufigkeit.
  3. Bring die Einschränkungen irgendwo sichtbar an.
  4. Überprüfe sie monatlich; wenn du eine Einschränkung konsequent verletzt, entferne die Technologie erneut.

Evidenz

Forschung zu Umsetzungsintentionen zeigt, dass das Vorab-Festlegen von wann, wo und wie ein Verhalten ausgeführt (oder begrenzt) wird, die Einhaltung im Vergleich zu allgemeinen Absichten deutlich erhöht. (rct)

Die Anwendung von Umsetzungsintentionen auf die Einhaltung von Technologieeinschränkungen ist eine Extrapolation; die RCT-Evidenz gilt für Zielverhalten allgemein.

Quellen

  • Gollwitzer & Sheeran (2006), implementation intentions, Advances in Experimental Social Psychology

Häufiger Fehler

Einschränkungen zu schreiben, die zu vage sind, um testbar zu sein („LinkedIn weniger nutzen“), statt konkret und binär („LinkedIn nur auf dem Desktop, werktags, 12–12:20 Uhr“).

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