Embodied Cognition: Wie dein Körper dein Denken formt

Verankerte Metapher, Geste, Haltung und was Bewegung fürs Verstehen bewirkt

Was ist Embodied Cognition und wie formt sie das Denken?

Embodied Cognition ist die Auffassung, dass Denken nicht auf das Gehirn beschränkt ist, sondern von den sensomotorischen Systemen des Körpers, physischen Handlungen und sogar der Körperhaltung geformt wird. Lakoff und Johnson argumentierten, dass abstrakte Konzepte in körperlichen Metaphern verankert sind. Die Forschungsbasis ist aktiv und teils umstritten, aber der Kernbefund – dass physische Zustände Kognition beeinflussen – hat erhebliche experimentelle Unterstützung angesammelt.

Das vorherrschende Bild vom Denken ist ein Gehirn im Glas – Berechnung, die unabhängig vom unordentlichen Körper daran geschieht. Embodied Cognition kehrt das um: Die sensomotorischen Systeme, die sich zum Bewegen und Wahrnehmen entwickelt haben, erweisen sich als dieselben Systeme, die abstrakte Ideen verstehen. Lakoff und Johnsons \u201ePhilosophy in the Flesh\u201c ist das theoretische Manifest; Jahrzehnte experimenteller Arbeit haben es seither getestet. Es folgen die Kernpraktiken, jeweils mit dem Mechanismus, der sie wirksam macht, und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz.

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