Die 4%-Regel verstehen und anwenden, um deine FI-Zahl zu bestimmen

Deine FI-Zahl ist das 25-Fache deiner Jahresausgaben — das Niveau, bei dem historische Märkte unbefristete Entnahmen stützen.

Why it works

Die 4%-Regel stammt aus der Trinity-Study (Bengen 1994 und Folgeanalysen), die feststellte, dass ein in Aktien und Anleihen investiertes Portfolio historisch 30-jährige Entnahmezeiträume bei einer jährlichen Entnahmerate von 4% in den meisten Szenarien überstand. Jahresausgaben mit 25 multiplizieren ergibt die Portfoliogröße, die dich zu FI macht — ein grober, evidenzbasierter Zielwert, keine Garantie.

How to do it

  1. Berechne deine aktuellen Jahresausgaben über alle Kategorien.
  2. Multipliziere mit 25, um deine grobe FI-Zahl zu finden.
  3. Beachte: Frühe Rentner mit 40+ Jahren Horizont wollen eventuell 3–3,5% Entnahmerate für mehr Sicherheitsmarge.

Evidenz

Bengen (1994) fand, dass eine Entnahmerate von 4% aus einem Aktien-/Anleihenportfolio 30-jährige Zeiträume in allen historischen Szenarien mit US-Marktdaten überstand. Pfau (2010) fand bei 17 Ländern, dass die 4%-Regel in den meisten Nicht-US-Märkten versagte. (observational)

Die 4%-Regel ist auf 30-jährige Ruhestände mit US-historischen Renditen kalibriert; FIRE-Teilnehmer mit 50+ Jahren Horizont und in Niedrigrenditeumgebungen könnten 4% zu aggressiv finden. Es ist ein Ausgangspunkt, keine Garantie.

Quellen

Häufiger Fehler

Die 4%-Regel als präzise Garantie statt als historische Richtlinie behandeln und nicht an frühe Rentenhorizonte, internationale Marktrenditen oder Niedrigzinsumgebungen anpassen.

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