Erfolg durch Wachstum und Beitrag definieren, nicht durch Punktezählen

Die Erfolgskennzahl von Leistungszählungen auf persönliches Wachstum und Wirkung zu verschieben ändert, worauf man optimiert – meist zum Besseren.

Why it works

Meisterschafts- und beitragsorientierte Erfolgskriterien erzeugen längeres Engagement, mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber Rückschlägen und höher berichtete Bedeutsamkeit als Leistungs- oder Rangkriterien. Der Mechanismus ist das Kompetenz- und Sinnbedürfnis der Selbstbestimmungstheorie: Wachstum und Beitrag sind selbstbezogen (man verbessert sich relativ zum eigenen früheren Ich) und erfüllen das Bedürfnis nach Sinn, während Punktezählen sozial-vergleichend ist und weder Sinn noch Kompetenzbedürfnis direkt erfüllt.

How to do it

  1. Für jeden Bereich, der dir wichtig ist, die aktuelle Erfolgskennzahl durch eine Wachstumsfrage ersetzen: „Bin ich besser als vor einem Jahr?“ und eine Beitragsfrage: „Ist das, was ich produziere, für andere nützlich?“
  2. Diese Fragen monatlich statt im Vergleich zu externen Maßstäben überprüfen.
  3. Wenn Wettbewerbs-Ranking Angst auslöst, zu den Wachstums- und Beitragsmaßstäben umlenken.

Evidenz

Forschung zur Meisterschaftszielorientierung zeigt konsistent, dass Lern- und Meisterschaftsziele nachhaltigeres Engagement und Widerstandsfähigkeit erzeugen als leistungsannähernde oder leistungsvermeidende Ziele, besonders in komplexen oder langfristigen Bereichen. (observational)

Leistungsziele können in wettbewerbsorientierten Kontexten mit klaren Kennzahlen effektiv motivieren; der Vorteil der Meisterschaftsrahmung ist am ausgeprägtesten bei intrinsisch komplexen Bereichen und häufigen Rückschlägen.

Quellen

  • Dweck (1986), motivational processes affecting learning, American Psychologist

Häufiger Fehler

„Wachstum“ als Umdeutung nutzen, während man weiterhin heimlich Rang- oder Ergebnisvergleiche verfolgt – der Mechanismus erfordert, wirklich zu ändern, was als Erfolg zählt, nicht dieselbe Kennzahl umzubenennen.

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