Preispakte nutzen

Setze Geld aufs Spiel, damit Nachgeben gegenüber Ablenkung konkrete Kosten hat.

Why it works

Geld aufs Spiel zu setzen rekrutiert Verlustaversion – die gut dokumentierte Tendenz, Verluste stärker zu spüren als gleichwertige Gewinne. Indem du dich verpflichtest, eine Summe zu verlieren, wenn du nachgibst, verbindest du ein Verhalten, dessen Nachteil normalerweise verzögert und abstrakt ist, mit sofortigen, greifbaren Kosten – das verschiebt die Berechnung im Moment hin zum Festhalten an deinem Plan.

How to do it

  1. Wähle ein Verhalten, das du immer wieder nicht kontrollieren kannst, und einen bedeutsamen Geldbetrag, den du riskierst.
  2. Verpflichte dich, ihn zu verlieren (an eine Person, eine Wohltätigkeitsorganisation oder eine App, die ihn hält), wenn du ausrutschst.
  3. Mach den Einsatz sichtbar und groß genug, um zu schmerzen, aber nicht ruinös.

Evidenz

Gestützt durch verhaltensökonomische Forschung zu Verpflichtungsinstrumenten und Verlustaversion: Finanzielle Verpflichtungsverträge haben sich als wirksam für Durchhaltevermögen bei Zielen wie Rauchentwöhnung erwiesen. (rct)

Preispakte funktionieren für diskrete, überprüfbare Verhaltensweisen; sie können bei unklaren Zielen oder wenn Scham den Auslöser verstärkt nach hinten losgehen oder strafend wirken.

Quellen

  • Giné, Karlan & Zinman (2010), commitment contracts for smoking cessation, American Economic Journal: Applied Economics

Häufiger Fehler

Einsätze so klein zu setzen, dass sie nicht schmerzen, oder einen Preispakt für ein vages Ziel zu nutzen, das sich nicht sauber verifizieren lässt, sodass der Vertrag zahnlos ist.

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