Auf jeder Ebene MECE-Äste bilden

Stelle sicher, dass jedes Astset sich gegenseitig ausschließt (keine Überschneidung) und gemeinsam erschöpfend ist (nichts Wichtiges fehlt).

Why it works

MECE-Äste verhindern Doppelzählung in der Analyse und sichern Vollständigkeit. Wenn Äste sich überschneiden, bläht von zwei Ästen geteilte Evidenz ihr scheinbares Gewicht auf – der überlappende Faktor scheint von zwei Gründen gestützt zu werden, obwohl es tatsächlich einer ist. Wenn Äste eine Dimension auslassen, kann die Analyse eine Lösung innerhalb des erkundeten Raums finden, während der tatsächliche Treiber übersehen wird. MECE ist eine logische Fehlerkorrekturdisziplin, keine stilistische Vorliebe.

How to do it

  1. Frag für jedes Astset: „Könnte ein Element in mehr als einen Ast passen?“ Wenn ja, definiere neu, um die Überschneidung zu beseitigen.
  2. Frag: „Gibt es eine Dimension dieser Frage, die keiner dieser Äste anspricht?“ Wenn ja, füge einen Ast hinzu.
  3. Nutze standardmäßige MECE-Zerlegungen, wo sie passen: nach Geografie, nach Kundensegment, nach Kosten/Umsatz, nach Prozessschritt.
  4. Prüfe, ob sich die Äste jeder Ebene kombinieren lassen, um die übergeordnete Frage vollständig zu beantworten.

Evidenz

MECE als Strukturierungsprinzip ist McKinsey-Methodik, weit verbreitet in Strategieberatung und Analysefunktionen. Seine logische Grundlage ist solide; empirische Studien, die MECE mit nicht-MECE-Analyseansätzen in kontrollierten Settings vergleichen, sind nicht verfügbar. (anecdotal)

Perfektes MECE ist bei komplexen realen Problemen selten erreichbar; das Prinzip ist ein Anspruch und ein Diagnosewerkzeug, kein binärer Standard.

Häufiger Fehler

Einen nicht-MECE-Baum als „gut genug“ behandeln, wenn er visuell sauber ist – ein gut gestalteter nicht-MECE-Baum verzerrt die Analyse still zugunsten der Dimensionen, die er abdeckt, und weg von denen, die er verpasst.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Issue-Tree-Analyse

Verwandte Konzepte