Mit offenen und gesenkten Augen üben

Die Augen sanft offen halten und nach unten richten – im Zen ist das offene Auge das übende Auge.

Why it works

Zen meditiert mit offenen (oder fast offenen) Augen, sowohl im Sitzen als auch im Gehen. Offene Augen verhindern das dissoziative Abdriften in absorbierte, rein innere Zustände und halten Achtsamkeit inklusiv gegenüber der äußeren Welt. Der gesenkte Blick reduziert visuelle Reize, ohne die Umgebung völlig auszuschließen, und trainiert eine Achtsamkeit, die gleichzeitig für Inneres und Äußeres empfänglich ist – die praktische Qualität, die nötig ist, damit Praxis sich ins Leben überträgt.

How to do it

  1. Halte während Kinhin die Augen offen und im 45-Grad-Winkel zum Boden gerichtet, etwa 60 bis 90 Zentimeter vor dir.
  2. Lass die Sicht weich und unfokussiert sein – peripher, nicht scannend.
  3. Bemerke die Tendenz, die Augen zu schließen, wenn Aufmerksamkeit sich vertieft, und kehre zum offenen Blick zurück.
  4. Nutze dieselbe offenäugige Qualität in täglicher Aktivität: weich, präsent, empfangend statt scannend.

Evidenz

Offenäugiger versus geschlossenäugiger Meditationsstil ist eine erforschte Variable in der Meditationsforschung; geschlossene Augen unterstützen tendenziell tiefere körperliche Absorption, während offene Augen die Integration der Umgebung erhöhen und das Dissoziationsrisiko verringern. Zens Vorliebe für offene Augen stimmt mit der Integrationsbegründung überein. (mechanistic)

Der Vergleich zwischen offenen und geschlossenen Augen hat etwas Forschungsunterstützung; Zens spezifische offenäugige Form als Ideal ist traditionell und wurde nicht separat gegen Alternativen bewertet.

Häufiger Fehler

Während Kinhin die Augen zu schließen, um die Konzentration zu vertiefen, was die Praxis in eine innere Blase kollabieren lässt und die Brücke zwischen meditativer Achtsamkeit und der tatsächlichen Welt entfernt.

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