Benenne das negative Gefühl, das sie nicht laut ausgesprochen haben

Zu benennen, was jemand offensichtlich fühlt, aber nicht benannt hat, gibt ihm die Erlaubnis, es anzuerkennen.

Why it works

Wenn eine negative Emotion vorhanden, aber unanerkannt ist, wirkt sie als Unterströmung, die das Gespräch verzerrt – alles Gesagte wird dadurch gefiltert. Die unausgesprochene Emotion zu benennen bringt sie in den Raum und erlaubt beiden Parteien, sich direkt damit zu befassen. Das Gefühl verstärkt sich nicht durch Benennung; es lässt typischerweise nach, weil es nicht mehr verdeckt gemanagt werden muss. Das ist die "Elefant im Raum"-Dynamik in operativen Begriffen.

How to do it

  1. Achte darauf, was durch Tonfall, Wortwahl und Körpersprache kommuniziert wird, das nicht laut gesagt wird.
  2. Benenne es: "Es scheint, es gibt etwas Frustration darüber, wie das letzte Meeting endete."
  3. Wenn keine unanerkannte negative Emotion vorhanden ist, erfinde keine – eine ungenaue Benennung ist schlimmer als keine.

Evidenz

Research on emotional suppression (Gross & Levenson, 1997) shows that unexpressed emotions increase physiological arousal; expression reduces it. Labeling by an interlocutor produces a similar release of suppression pressure without requiring the person to initiate disclosure. (mechanistic)

Gross & Levenson studied individual emotional suppression; extrapolating to dyadic labeling by a conversational partner is mechanistically consistent but not directly tested in that form.

Quellen

  • Gross & Levenson (1997), Hiding feelings: The acute effects of inhibiting negative and positive emotion, Journal of Abnormal Psychology

Häufiger Fehler

Positive Emotionen zu benennen, um Rapport zu schaffen ("Du scheinst aufgeregt darüber zu sein!"), wenn die eigentliche Unterströmung negativ ist – das wirkt taktlos oder manipulativ statt einfühlsam.

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