Begehren in Gefangenschaft: Verlangen in langjährigen Beziehungen bewahren

Warum Sicherheit das Verlangen tötet – und die Praktiken, die beides halten

Wie bewahrt man Verlangen in einer langen Beziehung?

Esther Perel argumentiert, dass die Bedingungen, die Liebe sicher machen – Nähe, Vertrautheit, Vorhersehbarkeit –, strukturell im Widerspruch zu den Bedingungen stehen, die erotisches Verlangen nähren – Geheimnis, Distanz und der Reiz des Unvorhersehbaren. Verlangen zu bewahren ist keine Technikfrage, sondern bedeutet, das Paradox zu halten: Man kann zutiefst gekannt sein und trotzdem ein Stück unbekannt bleiben, füreinander ein Objekt der Neugier.

Perels zentrale These ist, dass bei den meisten Paaren das erotische Verlangen nicht verblasst, weil etwas schiefgelaufen ist, sondern weil die Qualitäten, die sie aufgebaut haben – Sicherheit, Verbindlichkeit, gegenseitiges Wissen – in struktureller Spannung zu den Anforderungen des Verlangens stehen. Verlangen braucht Distanz, Neuheit und das Gefühl, dass der Partner nicht vollständig besessen wird. Die folgenden Praktiken beseitigen die Intimität nicht – sie führen den Raum darin wieder ein, den das Verlangen zum Atmen braucht.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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