Studiere Modelle exzellenter Leistung, um eine Repräsentation des Ziels aufzubauen

Absorbiere in konkretem Detail, wie Spitzenleistung aussieht, bevor du versuchst, sie zu erzeugen.

Why it works

Eine mentale Repräsentation ist nur so gut wie das Modell, aus dem sie aufgebaut ist. Detailliertes Studium exzellenter Leistung – nicht nur Kontakt mit „gut genug“ – liefert das hochauflösende Ziel, gegen das die Versuche des Lernenden dann verglichen werden können. Die Lücke zwischen dem beobachteten Modell und der eigenen Leistung des Lernenden ist die Rückmeldungsquelle, die jede Übungsiteration antreibt.

How to do it

  1. Identifiziere mehrere konkrete Beispiele exzellenter Leistung in deiner Zieldomäne.
  2. Studiere sie so genau, dass du vorhersagen kannst, was als Nächstes kommt – nicht nur erkennst, wenn es erscheint.
  3. Artikuliere konkret, was das Exzellente vom bloß Guten unterscheidet.

Evidenz

Das Expertengedächtnis für domänenrelevante Muster (Expertenchunking) ist einer der am häufigsten replizierten Befunde in der Expertiseforschung, ausgehend von Chase und Simons Schachstudien. Die Rolle studierter Modelle beim Aufbau dieser Muster stimmt mit der Theorie gezielter Übung überein. (observational)

Das sind Beobachtungsstudien, die Experten und Anfänger vergleichen; die kausale Richtung – dass das Studieren von Modellen Expertenrepräsentationen aufbaut – ist mechanistisch gestützt, aber schwerer experimentell zu isolieren.

Quellen

  • Chase & Simon (1973), "Perception in chess", Cognitive Psychology
  • Ericsson & Pool (2016), "Peak: Secrets from the New Science of Expertise"

Häufiger Fehler

Mittelmäßige oder „gut genug“-Beispiele zu studieren, weil exzellente Modelle schwerer zugänglich sind, wodurch eine Repräsentation entsteht, die zu niedrig kalibriert ist, um Spitzenleistung anzutreiben.

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