Ein Protokoll aufgabenfremder Gedanken führen

Halte wiederkehrende aufgabenfremde Gedanken fest, damit du sie außerhalb der Arbeitszeit angehen kannst.

Why it works

Viele aufdringliche Gedanken bestehen fort, weil sie ungelöst sind — ein zeigarnik-ähnlicher Prozess des Gehirns markiert unvollständige Punkte weiterhin. Den Gedanken aufzuschreiben entlastet das Arbeitsgedächtnis von ihm und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass er wiederkehrt, weil das Gehirn ihn als "erledigt" registriert.

How to do it

  1. Halte ein kleines Notizbuch (oder eine App) neben dir, während du arbeitest.
  2. Taucht ein wiederkehrender aufgabenfremder Gedanke auf, schreibe ihn in einem Satz auf und lege einen Zeitpunkt fest, um ihn anzugehen.
  3. Überprüfe das Protokoll wöchentlich und erledige, plane oder streiche jeden Eintrag.

Evidenz

Forschung von Baumeister und Kollegen zum Zeigarnik-Effekt zeigt, dass allein das Erstellen eines konkreten Plans, um ein unterbrochenes Ziel anzugehen, aufdringliche Gedanken darüber verringert, auch ohne das Ziel abzuschließen. (observational)

Die Literatur zum Zeigarnik-Effekt ist etwas gemischt; der spezifische Befund zur "Planerstellungs-Entlastung" ist robuster als der reine Unvollständigkeitseffekt.

Quellen

  • Masicampo & Baumeister (2011), “Consider It Done! Plan Making Can Eliminate the Cognitive Effects of Unfulfilled Goals”, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

Das Protokoll nach dem Festhalten der Einträge zu ignorieren, was das Vertrauen in das System letztlich untergräbt und die Gedanken wieder auftauchen lässt.

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