Emotionen labeln

Benenne die Emotion, die du spürst – "Es klingt, als wärst du frustriert" – statt sie zu leugnen oder zu ignorieren.

Why it works

Ein Gefühl in Worte zu fassen aktiviert den präfrontalen Kortex und dämpft amygdala-getriebene Reaktivität – Affektlabeling dreht buchstäblich die emotionale Lautstärke herunter. Wenn du die Emotion der anderen Seite genau aussprichst, fühlt sie sich verstanden, und das Gefühl verliert seinen Griff, was sie frei macht zu denken und zu verhandeln.

How to do it

  1. Achte auf die Emotion unter den Worten – Tonfall, Tempo, worauf die Person immer wieder zurückkommt.
  2. Beginne mit "Es scheint, als…", "Es klingt, als…" oder "Es sieht aus, als…" – niemals "Ich" (das zentriert dich).
  3. Bleibe nach dem Labeling still und lass die Person es bestätigen oder korrigieren.

Evidenz

Affektlabeling – eine Emotion benennen – ist durch Neuroimaging- und Verhaltensforschung belegt, die zeigt, dass es die Amygdala-Aktivität und emotionale Intensität reduziert. Die Verhandlungsanwendung ist eine praktische Erweiterung dieses Befunds. (mechanistic)

Die Laborarbeit betrifft das Selbst-Labeling der eigenen Emotion; das Labeling der Gefühle einer anderen Person ist eine plausible, aber weniger direkt untersuchte Erweiterung.

Quellen

  • Lieberman et al. (2007), affect labeling and reduced amygdala response, Psychological Science

Häufiger Fehler

Zu labeln und dann sofort zum eigenen Pitch überzugehen, was den Effekt zunichtemacht. Die Kraft liegt darin, nach dem Label innezuhalten, damit sich die Person getroffen fühlt.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Never Split the Difference, in der Praxis