Stretch mit einem Zielwert kalibrieren

Ziele so, dass ~70 % Erreichung ein starkes Ergebnis ist, damit Bequemlichkeit bedeutet, dass du zu niedrig gezielt hast.

Why it works

Key Results absichtlich so zu setzen, dass volle Erfüllung unwahrscheinlich ist, hält das Ziel in der schwierig-aber-verbindlichen Zone, die die höchste Anstrengung antreibt. Gegen einen Zielwert unter 100 % zu bewerten entfernt den perversen Anreiz, tief zu stapeln, weil teilweise Erfüllung eines schwierigen Ziels als Erfolg gelesen wird, nicht als Scheitern.

How to do it

  1. Setze Stretch-Key-Results so, dass etwa 70 % Erreichung das erwartete gute Ergebnis ist.
  2. Entscheide im Voraus, dass 100 % Erreichung bedeutet, dass das Ziel zu leicht war.
  3. Halte ein paar "verpflichtende" (unbedingt zu erreichende) Ziele getrennt von Stretch-Zielen, um Alles-oder-nichts-Risiko zu vermeiden.

Evidenz

Steht im Einklang mit Befunden der Zielsetzungsforschung, dass schwierigere Ziele die Leistung bis zur Fähigkeitsgrenze erhöhen — aber die konkrete "0,7 ist gut"-Bewertungskonvention ist eine Praktikerheuristik aus Unternehmen, die OKRs nutzen, kein gemessener Schwellenwert. (anecdotal)

Stretch-Bewertung schlägt fehl, wo Verlässlichkeit zählt; manche Ziele (Sicherheit, Compliance) müssen verpflichtende 100-%-Ziele sein, keine Stretch-Ziele.

Quellen

  • Goal-setting theory (difficulty drives performance) underlies the practice; the 70% target itself is organizational convention

Häufiger Fehler

Jedes OKR als Stretch-Ziel zu behandeln, auch die, die wirklich 100 % erreichen müssen, was das Verfehlen von Dingen normalisiert, die nicht verfehlt werden dürfen.

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