Differentielle Verstärkung nutzen, um erwünschtes Verhalten zu erhöhen und unerwünschtes zu verringern
Verstärke das Verhalten, das du willst, während du Verstärkung von dem vorenthältst, das du nicht willst — gleichzeitig.
Why it works
Differentielle Verstärkung alternativen oder inkompatiblen Verhaltens (DRA/DRI) ist wirksamer als Löschung allein, weil sie das Verhaltensvakuum füllt. Wenn eine verstärkte Alternative verfügbar ist, ist die Löschung des alten Verhaltens schneller, der Löschungsausbruch kleiner, und die Person hat etwas, das sie stattdessen tun kann. Inkompatible Verhaltensweisen (Verhaltensweisen, die physisch nicht gleichzeitig mit dem Zielverhalten auftreten können) sind besonders wirksame Ersatzhandlungen.
How to do it
- Identifiziere das unerwünschte Verhalten und seinen aufrechterhaltenden Verstärker.
- Finde ein alternatives Verhalten, das denselben Zweck erfüllt und das du erhöhen willst.
- Liefere den Verstärker nur für die Alternative, nie für das unerwünschte Verhalten.
- Wähle wo möglich eine inkompatible Alternative ("ich kann nicht gleichzeitig auf dem Handy scrollen und Liegestütze machen").
Evidenz
Differentielle Verstärkung alternativen Verhaltens hat erhebliche Unterstützung in der angewandten Verhaltensanalyse und ist eine Standard-Erstlinienintervention für Problemverhalten. Petscher, Rey und Baileys (2009) Review der empirischen Literatur konsolidierte diese Unterstützung und dokumentierte DRAs Wirksamkeit über ein breites Spektrum von Verhaltensweisen und Umgebungen. (clinical)
Funktional äquivalente Alternativen auszuwählen erfordert eine ordentliche Funktionsanalyse; die Funktion zu erraten führt zu unwirksamen Verfahren.
Quellen
Häufiger Fehler
Eine Alternative zu wählen, die nicht denselben Zweck erfüllt wie das unerwünschte Verhalten — eine Person, die bei Angst isst, wird nicht durch Sport ersetzen, wenn die Angst nicht auch adressiert wird.
Übe das mit IX Coach
More practices for Operante Konditionierung und Verstärkungspläne
- Einen echten positiven Verstärker für das Zielverhalten gestalten
Identifiziere etwas, das deine Wahrscheinlichkeit, das Verhalten zu wiederholen, wirklich erhöht — nicht was funktionieren sollte, sondern was tatsächlich funktioniert.
- Variable Verhältnisverstärkung nutzen, um Gewohnheiten beständig zu machen
Sobald ein Verhalten etabliert ist, zu einem unvorhersehbaren Belohnungsplan wechseln, um es widerstandsfähig gegen Löschung zu machen.
- Komplexe Verhaltensweisen durch sukzessive Annäherungen formen
Verstärke schrittweise nähere Annäherungen an das Zielverhalten, statt auf das vollständige Verhalten zu warten.
- Unerwünschtes Verhalten löschen, indem seine Verstärkung entfernt wird
Stoppe ein Verhalten, indem du den Verstärker, der es aufrechterhält, konsequent vorenthältst — nicht durch Bestrafung.
- Konsequenzen unmittelbar machen, um das Belohnungsverzögerungsproblem zu überbrücken
Je näher zeitlich eine Konsequenz auf ein Verhalten folgt, desto stärker ihre Wirkung auf dieses Verhalten.
- Vorläufer verändern, um Verhalten auszulösen, bevor es von Motivation abhängt
Verändere die Hinweise, die einem Verhalten vorausgehen, um es wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher zu machen.
Verwandte Konzepte
- Atomic Habits, praktisch erklärt
The four laws, the real mechanisms, and where the science is strong
- Klassische Konditionierung und Gewohnheitsauslöser
How neutral cues become powerful habit triggers — and how to use that fact
- Die Macht der Gewohnheit, praktisch gemacht
The habit loop, craving, keystone habits, and an honest read on the science