Pain of Paying, praktisch angewendet

Wie das Zahlungsmittel bestimmt, was du ausgibst, und wie du diese Psychologie bewusst nutzt

Wie beeinflusst der 'Pain of Paying' dein Ausgabeverhalten?

Bezahlen löst eine echte, messbare Aversionsreaktion aus – den 'Pain of Paying' –, die je nach Zahlungsmittel variiert. Bargeld löst den stärksten Schmerz aus; Kreditkarten, kontaktloses Bezahlen und Abos den geringsten, weshalb sie die Ausgaben erhöhen. Wer das versteht, kann sein Zahlungsumfeld so gestalten, dass natürliche Reibung für impulsives Ausgeben genutzt und für geplante Käufe reduziert wird.

Priya Raghubir und Joydeep Srivastavas Forschung zeigte, dass das Zahlungsmittel kein neutrales Transportmittel für Transaktionen ist – es ist eine Erfahrung, die enorm variiert in dem Ausmaß psychologischen Schmerzes, den sie erzeugt. Bargeld tut weh. Eine Kreditkarte registriert man kaum. Ein Abo ist völlig unsichtbar. Diese Unterschiede verändern zuverlässig, wie viel Menschen ausgeben und wie sehr sie genießen, was sie kaufen. Das eigene Zahlungsumfeld bewusst zu gestalten, ist eines der wirkungsvollsten, willenskraft-ärmsten Werkzeuge in der persönlichen Finanzplanung.

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