Die Erwartung einer Interaktion nutzen, um vor dem Treffen Sympathie zu erzeugen

Zu wissen, dass Sie künftig mit jemandem interagieren werden, lässt Sie diese Person schon vorher positiver bewerten.

Why it works

Forschung von Darley und Berscheid (1967) fand, dass allein die Erwartung, mit einer Person zu interagieren, dazu führte, dass Probanden diese Person günstiger bewerteten als eine vergleichbare fremde Person — eine Erwartungsverzerrung, die uns auf positives Engagement vorbereitet. Das bedeutet: Eine bevorstehende Interaktion bewusst positiv zu framen (statt sie zu fürchten) ist keine Selbsttäuschung, sondern die Aktivierung eines echten sozial-kognitiven Mechanismus. Der Mechanismus entwickelte sich, um den sozialen Einstieg in Gruppen mit wiederholtem Kontakt zu erleichtern — genau das Propinquity-Szenario.

How to do it

  1. Erwarten Sie bewusst, dass Interaktionen gut verlaufen, statt Unbeholfenheit zu proben, bevor Sie ein soziales Umfeld betreten, das Sie wiederholt betreten werden (ein neuer Job, eine neue Nachbarschaft, eine neue Klasse).
  2. Framen Sie wiederkehrende Kontakte als Menschen, die Sie kennenlernen, statt als Fremde, mit denen Sie sich abfinden müssen.
  3. Geben Sie sich in Gemeinschaften, denen Sie neu beitreten, im ersten Monat vor jedem Besuch bewusst eine "warme Erwartung".

Evidenz

Darley und Berscheid (1967) fanden, dass erwartete Interaktion die Sympathie für eine Zielperson erhöhte; dies ist ein replizierter Befund der Sozialpsychologie. (observational)

Laborbefund; die Effektstärke in realweltlichen Kontexten des sozialen Einstiegs wurde nicht separat untersucht.

Quellen

Häufiger Fehler

Neue soziale Umgebungen mit einem Rahmen ängstlicher Bewertung betreten ("Werden diese Leute mich mögen?"), was Sympathie tatsächlich verringert, weil Angst lesbar ist und beim Gegenüber soziale Bedrohung aktiviert.

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