Trenne Divergenz- und Konvergenzsitzungen

Halte Ideenfindung und Ideenauswahl in getrennten Sitzungen – vermisch die Modi nie.

Why it works

Bewertung und Generierung nutzen unterschiedliche kognitive Zustände: Generierung profitiert von lockerem, assoziativem Denken; Bewertung braucht kritisches, vergleichendes Denken. Beides gleichzeitig laufen zu lassen bedeutet, dass keines gut funktioniert – die bewertende Stimme beschneidet Ideen, bevor sie sich vollständig geformt haben, während vorschnelle Festlegung verhindert, dass sich der generative Durchgang öffnet.

How to do it

  1. Plane zwei getrennte Sitzungen: eine explizit als „nur generieren“, eine als „nur auswählen“ benannt.
  2. In der Generierungssitzung schreib alles auf, ohne zu bewerten oder etwas zu streichen.
  3. In der Auswahlsitzung arbeite von der Liste aus – füg nichts Neues hinzu, wähl nur.

Evidenz

Das Prinzip, divergente und konvergente Phasen zu trennen, stimmt mit Dual-Process-Modellen der Kognition überein und mit dem Kernbefund, dass gemischte Bewertung und Generierung sowohl Quantität als auch Qualität der Ideen schadet. Parnes & Meadow (1959) gaben der Phasentrennung empirischen Boden: Anweisungen, das Urteil aufzuschieben und aus der Generierungsphase herauszuhalten, produzierten mehr qualitativ gute Ideen als gleichzeitiges Bewerten. (mechanistic)

Das spezifische Zwei-Sitzungs-Format ist eine Praktikerheuristik; der zugrunde liegende kognitive Fall für Modustrennung ist theoretisch, aber gut fundiert.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Generierungssitzung zu schnell als „fertig“ zu betrachten – eine wirklich offene Divergenzphase fühlt sich unbequem unabgeschlossen an. Aufzuhören, wenn es unordentlich wird, heißt zu früh aufzuhören.

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More practices for Quantität vor Qualität: Wie mehr Entwürfe bessere Arbeit hervorbringen

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