B-Werte kultivieren: Wahrheit, Schönheit, Güte und Ganzheit

Widme dich dem, was Maslow die Sein-Werte nannte, und erzeuge mehr Begegnungen damit – Qualitäten der Existenz statt Mittel zum Zweck.

Why it works

Maslow unterschied Mangel-Bedürfnisse (D-Bedürfnisse) – durch äußere Bedingungen erfüllt – von Sein-Bedürfnissen (B-Bedürfnisse) – intrinsische Qualitäten der Existenz wie Wahrheit, Schönheit, Gerechtigkeit und Ganzheit. Er argumentierte, dass selbsttranszendierende Menschen eher von B-Werten als von D-Bedürfnissen motiviert sind, und dass diese Verschiebung in der Motivationsstruktur Transzendenz erst möglich macht. Psychologisch reduziert die B-Wert-Ausrichtung die Knappheits-Wettbewerbs-Angst der D-Bedürfnis-Motivation, weil B-Werte nicht Nullsumme sind – Wahrheit und Schönheit werden nicht kleiner, wenn geteilt.

How to do it

  1. Liste Maslows B-Werte auf (Wahrheit, Güte, Schönheit, Ganzheit, Lebendigkeit, Einzigartigkeit, Vollkommenheit, Notwendigkeit, Vollendung, Gerechtigkeit, Einfachheit, Fülle, Mühelosigkeit, Verspieltheit, Selbstgenügsamkeit). Welche drei fühlen sich für dich am lebendigsten an?
  2. Frage: "Baue ich ein Leben, in dem ich diesen Werten regelmäßig in ihrer Fülle begegne?" Bewerte jeden 1–5.
  3. Identifiziere für deinen niedrigsten bewerteten B-Wert einen Weg, deinen Kontakt damit diese Woche zu erhöhen.
  4. Übe, dich von "Was will ich bekommen?" zu "Was ist wirklich hier, das Aufmerksamkeit verdient?" auszurichten.

Evidenz

Maslows B-Werte sind ein theoretisches Konstrukt aus seinem späteren Werk. Forschung zu intrinsischer versus extrinsischer Motivation (Selbstbestimmungstheorie) liefert die nächste empirische Parallele: intrinsische Motivation sagt höheres Wohlbefinden und Engagement voraus als extrinsische Motivation. (mechanistic)

B-Werte, wie Maslow sie rahmte, sind theoretisch; die empirische Zuordnung zwischen B-Werten und messbaren Ergebnissen wurde nicht systematisch untersucht.

Quellen

  • Maslow (1971), The Farther Reaches of Human Nature
  • Deci & Ryan (2000), "Self-determination theory and the facilitation of intrinsic motivation," American Psychologist

Häufiger Fehler

B-Werte mit intrinsischen Zielen gleichzusetzen – die Unterscheidung, auf die Maslow zeigt, ist radikaler: B-Werte sind keine zu erreichenden Ziele, sondern Qualitäten der Realität, denen man sich widmet und die man ehrt.

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