Shikantaza auf den Alltag ausdehnen

Bringe dieselbe nicht-greifende, präsente Gewahrwerdung vom formalen Sitzen in gewöhnliche Aufgaben.

Why it works

Dogen lehrte, dass Zazen keine Technik ist, um einen Zustand zu erzeugen, den man ins Leben mitnimmt – Zazen ist der Ausdruck der Praxis, und das ist auch alles andere, was mit voller Präsenz getan wird. Die Sitzqualität auf tägliche Aktivität auszudehnen verallgemeinert das auf dem Kissen trainierte nicht-reaktive Gewahrsein in die Kontexte, in denen es tatsächlich zählt: Gespräche, Arbeit, schwierige Emotionen in Echtzeit.

How to do it

  1. Wähle eine tägliche Aktivität – gehen, essen, Geschirr spülen – und übe sie mit derselben Qualität nicht-greifender Präsenz wie das formale Sitzen.
  2. Wenn du bemerkst, dass der Geist plant oder kommentiert, kehre zur direkten sinnlichen Erfahrung der Aufgabe zurück.
  3. Behandle dies nicht als „Achtsamkeitsübung“, die an eine Aufgabe angehängt wird; es ist dasselbe Sitz-Gewahrsein in anderer Form.
  4. Dehne die Qualität mit der Zeit auf kognitiv anspruchsvollere Aktivitäten aus und bemerke, wo sie hält und wo sie zusammenbricht.

Evidenz

Informelle tägliche Achtsamkeit – die Ausdehnung formaler Praxis auf alltägliche Aktivitäten – wird in der Achtsamkeitsliteratur gestützt; Studien zu MBSR und verwandten Programmen schließen informelle Praxis als Bestandteil ein und berichten Korrelationen mit dem Ergebnis. (observational)

Informelle Achtsamkeit ist ein untersuchter Bestandteil breiterer Programme; auf den Alltag ausgedehntes Shikantaza ist eine traditionelle Anweisung ohne eigenständige kontrollierte Evaluation.

Häufiger Fehler

Das Kissen als die „echte“ Praxis und den Alltag als Pause davon zu behandeln, was die Einsicht kompartimentalisiert hält, statt sie dort zu integrieren, wo sie tatsächlich etwas verändert.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Shikantaza: Nur Sitzen

Verwandte Konzepte