Status-quo-Verzerrung — Warum wir am Standard festhalten

Die kognitiven Wurzeln der Trägheit — und sechs Wege zu echten Entscheidungen statt Nicht-Entscheidungen

Was ist die Status-quo-Verzerrung, und warum behalten wir den Standard bei?

Die Status-quo-Verzerrung, dokumentiert von Samuelson und Zeckhauser (1988), ist die Tendenz, die aktuelle Option gegenüber Alternativen zu bevorzugen, selbst wenn ein neutraler Vergleich für einen Wechsel sprechen würde. Sie wird von Verlustaversion, Unterlassungsverzerrung und Trägheit angetrieben — nicht von echter Zufriedenheit — und ist weitgehend korrigierbar, indem man den Standard umrahmt.

Samuelson und Zeckhauser prägten 1988 den Begriff „Status-quo-Verzerrung", nachdem sie festgestellt hatten, dass Menschen systematisch bestehende Optionen bei wirtschaftlichen Entscheidungen, medizinischen Behandlungen und Wahlentscheidungen bevorzugen — selbst wenn die aktuelle Option im Experiment zufällig als „Standard" zugewiesen wurde. Die Verzerrung ist keine Faulheit: Sie wird angetrieben von Verlustaversion (Verluste durch Veränderung fühlen sich größer an als gleichwertige Gewinne), Unterlassungsverzerrung (nichts zu tun fühlt sich weniger verantwortlich an als zu handeln) und Vertrautheit. Die hier vorgestellten Praktiken adressieren diese spezifischen Hebel, statt Menschen einfach dazu aufzufordern, „offener für Veränderung zu sein".

Übungen

Übe das mit IX Coach

Übe das mit IX Coach

Verwandte Konzepte