Superkompensation

Wie Stress, Erholung und Anpassung zusammenwirken — und wie man sie auf Abruf zum Höhepunkt timt

Was ist Superkompensation, und wie timt man sie für den Höhepunkt?

Superkompensation ist das physiologische Prinzip, dass sich der Körper nach Trainingsbelastung und ausreichender Erholung an eine höhere Grundlinie anpasst als zuvor — aber nur innerhalb eines engen Zeitfensters. Zu früh (noch erschöpft) oder zu spät (die Anpassung ist verblasst) erneut trainiert, wird das Fenster verpasst. Das Konzept ist grundlegend in der Periodisierungswissenschaft; die genauen Zeitfenster sind individuell und modalitätsabhängig.

Hans Selyes Allgemeines Adaptationssyndrom beschrieb, wie biologische Systeme auf Stress reagieren: Alarm, Widerstand, dann entweder Anpassung oder Erschöpfung. Sowjetische Sportwissenschaftler bauten in den 1960er- und 1970er-Jahren das Superkompensationsmodell darauf auf und formalisierten die Einsicht, dass das Ziel des Trainings nicht Erschöpfung ist — sondern Anpassung. Jede Trainingseinheit ist eine Wette darauf, dass auf die Belastung genug Erholung folgt, um zu einer höheren Grundlinie zu gelangen. Wird das Timing in beide Richtungen falsch eingeschätzt, verliert die Wette.

Übungen

Übe das mit IX Coach

Übe das mit IX Coach

Verwandte Konzepte