Survivorship Bias: Aus dem lernen, was man nicht sehen kann

Der unsichtbare Friedhof der Misserfolge — und wie man aus der vollständigen Verteilung schließt

Was ist Survivorship Bias, und wie verzerrt er Entscheidungen?

Survivorship Bias ist der Fehler, Schlüsse nur aus den Fällen zu ziehen, die einen Filter durchlaufen haben — Gewinner, Überlebende, sichtbare Erfolge —, während die Misserfolge, die nie erscheinen, stillschweigend ausgeschlossen werden. Das klarste historische Beispiel ist Abraham Walds Flugzeugstudie aus dem Zweiten Weltkrieg: Das Militär wollte die Einschusslöcher panzern, die sie auf zurückkehrenden Flugzeugen sahen; Wald zeigte, dass sie dort panzern sollten, wo sie keinen Schaden sahen — weil Flugzeuge, die dort getroffen wurden, nicht zurückkehrten.

Man lernt aus dem, was man sieht. Survivorship Bias macht die gesehene Stichprobe systematisch unrepräsentativ: Die Misserfolge, die untergegangenen Unternehmen, die Strategien, die Menschen ruinierten, sind unsichtbar, sodass das wahrgenommene Muster vom Auswahlfilter geformt wird, nicht von der tatsächlichen Verteilung. Das Ergebnis ist Überzuversicht in Strategien mit hoher Varianz und hoher Ausfallrate. Im Folgenden die Praktiken, um dieses Muster zu erkennen und zu korrigieren.

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