Irgendwann-Punkten einen Zeithorizont geben, um Nahes und Fernes zu unterscheiden

Nicht alle Irgendwann-Punkte sind gleich – manche warten auf nächsten Monat, andere auf den Ruhestand.

Why it works

Eine flache Irgendwann-Liste vermischt Punkte, die sich um zwei Größenordnungen im Zeithorizont unterscheiden: 'Thailändisch kochen lernen' und 'Memoiren schreiben' sind nicht dieselbe Art von aufgeschobenem Punkt. Ohne Horizontunterscheidung wird das Review überwältigend, und die Liste fühlt sich undifferenziert an. Grobe Zeithorizonte hinzuzufügen macht das wöchentliche Review effizient (Fokus auf Nahfristiges) und das jährliche Review geeignet, längerfristige Punkte zu bewerten.

How to do it

  1. Jeden Irgendwann-Punkt mit einem groben Horizont markieren: dieses Jahr, nächste fünf Jahre, oder Lebenszeit/Ruhestand.
  2. Im wöchentlichen Review nur den 'dieses Jahr'-Horizont zeigen und bewerten.
  3. Im jährlichen Review alle Horizonte zeigen und passend neu einordnen.
  4. Bei Aktivierung eines Punkts bestätigen, dass der Horizont noch korrekt ist, bevor Ressourcen eingesetzt werden.

Evidenz

Die Theorie der zeitlichen Konstruktion stützt den Wert, nahe und ferne Ziele hinsichtlich Konkretheit und Handlungsplanung zu unterscheiden. Nahfristige Ziele werden konkreter behandelt und erzeugen mehr Handlung. (mechanistic)

Die spezifischen Horizontkategorien sind eine Praktiker-Heuristik; der zugrunde liegende Effekt zeitlicher Konstruktion ist gut belegt.

Quellen

  • Trope & Liberman (2003), construal level theory, Psychological Review

Häufiger Fehler

Alle Irgendwann-Punkte als 'irgendwann' behandeln, ohne sie zu differenzieren, was jedes Review erschöpfend macht und verhindert, dass kurzfristige Punkte je Fahrt aufnehmen.

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