Behandle Punkte 6–25 als aktive Vermeidungen, nicht als Später-Liste

Alles, was nicht in deinen Top 5 ist, muss aktiv gemieden werden – es ist deine "Nicht-tun"-Liste.

Why it works

Ziele im Bereich 6 bis 25 sind kognitiv teuer, genau weil sie verlockend sind – sie fühlen sich wichtig an, lösen Schuldgefühle bei Vernachlässigung aus und laden zu opportunistischem "nur ein bisschen"-Engagement ein, das fokussierte Zeit auffrisst. Sie als Vermeidungen statt als Rückstand zu bezeichnen, ändert ihren mentalen Status von offenen Kreisen zu abgeschlossenen Entscheidungen, was ihre Aufmerksamkeitsanziehung reduziert.

How to do it

  1. Schreibe "MEIDEN BIS FOKUSLISTE SICH ÄNDERT" über die Punkte 6–25, oder lege sie in einen versiegelten Umschlag.
  2. Wenn ein Punkt der Meide-Liste als Gelegenheit auftaucht, benenne es explizit: "Das ist ein Meide-Listen-Punkt."
  3. Überprüfe die Liste nur nach festem Zeitplan (vierteljährlich) – nicht reaktiv, wenn etwas attraktiv erscheint.
  4. Taucht eine wirklich verlockende Gelegenheit auf, die auf die Fokusliste gehört, muss ein aktueller Punkt weichen.

Evidenz

Opportunitätskostenforschung zeigt, dass die teuerste Alternative zu einer gewählten Handlung meist eine gute Alternative ist, keine schlechte. Punkte 6–25 stellen genau diese hochwertigen Opportunitätskosten dar, was explizite Vermeidung zu einer rationalen Wahl statt einem Opfer macht. (mechanistic)

Ob eine Person eher von strikter Vermeidung oder flexibler Neupriorisierung profitiert, hängt von ihrem Selbstregulationsstil ab; für Menschen, die überplanen, funktionieren strikte Meide-Listen besser.

Häufiger Fehler

Die Meide-Liste als "demnächst"-Warteschlange zu behandeln und opportunistisch Punkte davon abzuarbeiten – genau das Verhalten, das die Strategie verhindern soll.

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