Essentialismus, praktisch angewendet
Weniger, aber besser – die disziplinierte Suche nach weniger, Kompromisse und die Mechanismen
Was ist Essentialismus und die Idee von 'weniger, aber besser'?
Greg McKeowns Essentialismus ist die disziplinierte Suche nach weniger, aber besser: Statt zu versuchen, alles zu schaffen, unterscheidest du rücksichtslos die vitalen wenigen von den trivialen vielen und gestaltest dann dein Leben um die wenigen herum. Die Kernschritte – Zeit zum Erkennen schützen, Kompromisse annehmen, Puffer einbauen – sind gut fundiert, auch wenn die Philosophie selbst eine Praktikersynthese ist.
Essentialismus dreht die übliche Produktivitätsfrage um. Statt zu fragen, wie man mehr unterbringt, fragt es, was man weglassen sollte, unter der Prämisse, dass sich über alles zu verteilen garantiert, dass man nichts gut macht. Der rote Faden ist, dass Kompromisse real und unvermeidbar sind, also sollte man sie bewusst treffen. Nachfolgend die Kernpraktiken, jeweils mit dem dahinterliegenden Mechanismus und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz.
Übungen
- Weniger, aber besser
Lenke deinen Aufwand in wenige vitale Dinge, die exzellent gemacht werden, statt in viele, die nur angemessen gemacht werden.
- Raum zum Erkennen schaffen
Schütze bewusst stille Zeit zum Nachdenken, damit du das Vitale vom Trivialen unterscheiden kannst.
- Kompromisse annehmen
Akzeptiere, dass Ja zu einer Sache Nein zu anderen bedeutet – und wähle bewusst.
- Das anmutige Nein
Lehne nicht-essentielle Anfragen klar und freundlich ab und trenne die Entscheidung von der Beziehung.
- Puffer einbauen
Füge Schätzungen und Plänen bewusst Spielraum hinzu, damit die Realität den Plan nicht bricht.
- Das Nicht-Essentielle herausschneiden
Streiche routinemäßig Verpflichtungen, Besitztümer und Aufgaben, die dem Essentiellen nicht mehr dienen.