Lege deine Ausstiegskriterien im Voraus fest

Entscheide im Voraus, welches Ergebnis dich zum Aufhören, Fortsetzen oder Hochskalieren bringen würde.

Why it works

Sich vorab auf Ausstiegskriterien festzulegen verhindert den Trugschluss versunkener Kosten — einen scheiternden Ansatz fortzusetzen, weil Aufhören sich „wie Aufgeben anfühlt“. Es verhindert auch vorzeitiges Aufgeben: Menschen, die Erfolg nicht definiert haben, hören oft auf, wenn die Motivation sinkt, statt wenn die Evidenz es rechtfertigt. Klare Kriterien verlagern die Stoppentscheidung von einem emotionalen Moment zu einer vorab geplanten Bewertung.

How to do it

  1. Schreibe vor dem Start drei Ergebnisse auf: das Ergebnis, das dich zum Aufhören bringen würde, das, das dich zum unveränderten Fortsetzen bringen würde, und das, das dich zum Hochskalieren bringen würde.
  2. Mache jedes Ergebnis konkret genug, um am Ende des Testzeitraums messbar zu sein.
  3. Setze die Kriterien bei der Überprüfung durch, auch wenn deine Gefühle im Moment anders drängen.

Evidenz

Forschung zu Vorab-Festlegung und vorausschauender Entscheidungsfindung zeigt, dass Entscheidungen, die vor emotionalen Zuständen getroffen werden, besser kalibriert sind als Urteile im Moment. Der Trugschluss versunkener Kosten ist robust belegt und durch Vorab-Festlegung auf Stoppregeln adressierbar. (observational)

Die spezifische Anwendung auf persönliche Verhaltensexperimente ist praktischer Rat; die zugrunde liegenden Mechanismen versunkener Kosten und der Vorab-Festlegung sind gut dokumentiert.

Quellen

  • Arkes & Blumer (1985), the sunk cost effect, Organizational Behavior and Human Decision Processes

Häufiger Fehler

Ausstiegskriterien zu setzen, die vage sind („wenn es sich richtig anfühlt“) oder nur eine Art Ergebnis erlauben (fortsetzen oder aufhören), wodurch die Möglichkeit fehlt, anzupassen und erneut zu testen.

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