Feedback: das Signal extrahieren, das Rauschen ignorieren

Such schnell Feedback, aber nutze den Teil, der dir tatsächlich sagt, wie du dich verbesserst.

Why it works

Feedback korrigiert Fehler, bevor sie sich verfestigen, aber nicht alles Feedback ist gleich nützlich: Information über die Aufgabe („dieser Schritt ist falsch, hier ist warum") verbessert die Leistung, während auf das Selbst gerichtetes Feedback („du bist gut/schlecht darin") ablenken oder demotivieren kann. Die Fertigkeit besteht darin, aggressiv Feedback zu suchen und dabei nach dem korrigierenden Signal zu filtern und das Ego-Rauschen zu verwerfen.

How to do it

  1. Hol dir schnell Feedback, statt zu warten, bis ein Projekt „fertig" ist.
  2. Bevorzuge informatives, aufgabenbezogenes Feedback gegenüber Lob oder generischen Bewertungen.
  3. Handle nach dem korrigierenden Signal und setze bewusst Feedback beiseite, das nur dich betrifft.

Evidenz

Eine große Metaanalyse zu Feedback-Interventionen fand, dass sie im Durchschnitt die Leistung verbessern, aber ein erheblicher Anteil sie tatsächlich verschlechtert – der Unterschied hängt davon ab, ob Feedback die Aufmerksamkeit auf die Aufgabe oder auf das Selbst lenkt. (rct)

Weil manches Feedback die Leistung schädigt, ist „mehr Feedback" nicht automatisch besser; Art und Fokus des Feedbacks zählen mehr als die Menge.

Quellen

  • Kluger & DeNisi (1996), meta-analysis of feedback interventions, Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Feedback zu vermeiden, um das Ego zu schützen, oder sich am emotional lauten Teil festzubeißen („bin ich gut darin?") statt am leisen, korrigierenden Teil, der sagt, was zu reparieren ist.

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