Langsames Atmen mit verlängertem Ausatmen

Atme mit etwa sechs Atemzügen pro Minute mit langem Ausatmen, um die HRV im Moment zu erhöhen.

Why it works

Ein längeres Ausatmen erhöht die vagale (parasympathische) Aktivität, verlangsamt das Herz und erhöht die Herzratenvariabilität. Mit etwa sechs Atemzügen pro Minute zu atmen bringt die Atmung in Resonanz mit dem natürlichen Rhythmus des kardiovaskulären Barorezeptorreflexes, was die HRV verstärkt – der am besten belegte, direkteste Hebel auf vagale Aktivität, der dir zur Verfügung steht.

How to do it

  1. Atme sanft für etwa vier Zählzeiten ein, atme sechs bis acht Zählzeiten aus – etwa sechs Atemzüge pro Minute.
  2. Atme tief in den Bauch durch die Nase, halte das Ausatmen weich und lang.
  3. Übe 5–10 Minuten täglich, nicht nur bei Stress, um die Reaktion zu trainieren.
  4. Lass das langsame Ausatmen, nicht ein großes Einatmen, den aktiven Teil sein.

Evidenz

Langsam getaktetes Atmen (~6 Atemzüge/Min) erhöht die HRV verlässlich und reduziert selbstberichteten Stress und Angst über mehrere Studien hinweg. HRV-Biofeedback bei Resonanzfrequenz hat eine metaanalytische Grundlage für die Verbesserung von Stress und HRV. (rct)

Der akute HRV-Anstieg ist gut belegt; ob tägliche Übung den Ruhe-„Tonus" dauerhaft erhöht, ist weniger sicher. Effekte sind bedeutsam, aber moderat, und regulieren den Zustand statt Störungen zu heilen.

Quellen

  • Zaccaro et al. (2018), systematic review of slow breathing and autonomic effects, Frontiers in Human Neuroscience
  • Lehrer et al. / Goessl et al. (2017), meta-analysis of HRV biofeedback for stress and anxiety, Psychological Medicine

Häufiger Fehler

Große, schnelle Einatmungen zu erzwingen und Volumen als Ziel zu behandeln. Der vagale Hebel ist die langsame Rate und das lange, weiche Ausatmen, nicht wie viel Luft du bewegst.

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