Die innere Uhr im Takt halten

Nutze stabile Zeitpläne und Licht, damit deine innere Uhr und dein Schlaffenster übereinstimmen.

Why it works

Eine Hauptuhr im suprachiasmatischen Nukleus stellt einen etwa 24-Stunden-Rhythmus für Wachheit, Körpertemperatur und Melatonin ein. Sie hält von allein keine perfekte Zeit; sie wird hauptsächlich durch Licht getaktet. Wenn deine Licht- und Zeitsignale abdriften, geraten die Uhr und dein gewünschtes Schlaffenster aus der Phase, und du liegst wach oder wachst zu früh auf, selbst wenn du müde bist.

How to do it

  1. Hol dir helles Licht (idealerweise draußen) innerhalb einer bis zwei Stunden nach dem Aufwachen.
  2. Halte Aufwach- und Schlafzeiten innerhalb von etwa einer Stunde, auch am Wochenende.
  3. Dimme und reduziere helles Licht in der letzten Stunde oder zwei vor dem Schlafengehen.

Evidenz

Licht als dominanter Taktgeber der menschlichen inneren Uhr und der SCN als Hauptschrittmacher sind in der Chronobiologie gut belegt; Morgenlicht bringt die Uhr vor, Abendlicht verzögert sie. (rct)

Individueller Chronotyp und Lichtempfindlichkeit variieren, daher ist das genaue Timing persönlich, auch wenn die Wirkungsrichtung zuverlässig ist.

Quellen

  • Czeisler et al. (1986), bright light resetting of the human circadian pacemaker, Science

Häufiger Fehler

Am Wochenende stundenlang auszuschlafen, was die Uhr nach hinten verschiebt („sozialer Jetlag“) und den Montagmorgen wie einen Zeitzonenwechsel wirken lässt.

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