Langsame Zwerchfellatmung im Yoga

Der Kern der Stressreduktion im Yoga ist der lange, langsame Ausatem — nicht die Haltungen.

Why it works

Langsame Atmung bei etwa 5–6 Atemzügen pro Minute (etwa 5 Sekunden ein, 5 Sekunden aus) erzeugt Resonanz mit der natürlichen Schwingung des Herz-Kreislauf-Systems, verstärkt die hochfrequente Herzratenvariabilität und aktiviert den Vagusnerv — den primären parasympathischen Weg. Der verlängerte Ausatem aktiviert speziell den parasympathischen Zweig, und die Praxis nutzt das Zwerchfell vollständiger, wodurch die mit Stressatmung verbundene Hilfsmuskelspannung reduziert wird.

How to do it

  1. Lege dich auf den Rücken oder setze dich bequem hin. Lege eine Hand auf den Bauch, eine auf die Brust.
  2. Atme 4–5 Sekunden lang langsam durch die Nase ein und lass zuerst den Bauch heben.
  3. Atme 5–6 Sekunden lang langsam aus, idealerweise durch die Nase.
  4. Ziele auf 5–6 vollständige Atemzüge pro Minute. Übe mindestens 5–10 Minuten.

Evidenz

Langsame Atmung bei 5–6 Atemzügen pro Minute erhöht zuverlässig die HRV und reduziert physiologische Stressmarker in RCTs. Sie ist der gemeinsame Nenner in Forschung zu Yoga, kohärenter Atmung und Pranayama. (rct)

Die Atemkomponente ist das, was die meisten Yoga-Stress-RCTs nicht vom kombinierten Effekt aus Haltungen, Atem und Entspannung isolieren können.

Quellen

  • Lehrer & Gevirtz (2014), heart rate variability biofeedback: how and why does it work, Frontiers in Psychology
  • Streeter et al. (2010), effects of yoga versus walking on mood, anxiety, and GABA levels, Journal of Alternative and Complementary Medicine

Häufiger Fehler

In einem Tempo zu atmen, das beruhigend wirkt, aber zu schnell ist (10+ Atemzüge pro Minute), um die kardiovaskuläre Resonanz zu erzeugen, die für den HRV- und Vagusnutzen verantwortlich ist.

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