Annäherungsziele an Umsetzungsabsichten koppeln

Annäherungsziele an konkrete Wann-und-wo-Pläne binden, damit das positive Ziel einen konkreten Auslöser hat.

Why it works

Annäherungsziele geben Richtung; Umsetzungsabsichten geben den Auslöser, der Handlung startet. Ohne Auslöser bleiben selbst gut gerahmte Annäherungsziele Absichten, die am Startpunkt scheitern. Die Kombination — ein wünschenswerter Endzustand plus ein verlässlicher Auslöser — adressiert sowohl die motivationale als auch die volitionale Komponente der Zielverfolgung.

How to do it

  1. Das annäherungsgerahmte Ziel („stark werden“) nehmen und eine konkrete Wann-wo-Handlung aufschreiben: „Ich werde [Handlung] um [Zeit] in [Ort] tun.“
  2. Den Auslöser zu etwas machen, das ohnehin verlässlich im Tagesablauf passiert.
  3. Das Annäherungsziel vor der Ausführung noch einmal durchgehen — das hält die positive Ausrichtung im Moment des Handelns aktiv.

Evidenz

Die Kombination aus Zielmotivation und Umsetzungsabsichten ist belegt: Umsetzungsabsichten zeigen starke metaanalytische Effekte auf Zielerreichung (Gollwitzer & Sheeran, 2006), und Annäherungsziele liefern die motivationale Qualität, die das Ziel umsetzungswürdig macht. Die Metaanalyse von Gollwitzer & Sheeran (2006) synthetisierte 94 unabhängige Tests und fand einen mittleren bis großen Effekt (d = .65) von Wenn-dann-Umsetzungsabsichten auf Zielerreichung. (rct)

Die Evidenz gilt für Umsetzungsabsichten allgemein; der spezifische Vorteil, sie mit Annäherungs- (statt Vermeidungs-) Zielen zu koppeln, ist theoriekonsistent, aber nicht in einer einzelnen Studie eigens isoliert.

Quellen

Häufiger Fehler

Ein schönes Annäherungsziel zu setzen, es aber ohne Wann-wo-Plan zu lassen, sodass es als Inspiration statt als Handlung existiert.

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