Prüfen, ob Ihr Urteil Affekt verfolgt, nicht das Zielattribut

Wenn sich eine Entscheidung „einfach richtig anfühlt“, fragen Sie, ob das Gefühl die eigentliche Frage betrifft oder Ihren aktuellen emotionalen Zustand.

Why it works

Die Affektheuristik ist eine der häufigsten Substitutionen: „Wie fühle ich mich zu X?“ wird anstelle von „Wie hoch ist Wahrscheinlichkeit/Qualität/Risiko von X?“ beantwortet. Positiver Affekt überhöht wahrgenommenen Nutzen und mindert wahrgenommenes Risiko; negativer Affekt bewirkt das Gegenteil. Das Gefühl ist ein echtes Signal über den emotionalen Zustand, aber kein verlässliches Signal über das Zielattribut.

How to do it

  1. Benennen Sie das Gefühl explizit, wenn ein Urteil mit einem starken „Bauchgefühl“ eintrifft: „Ich fühle mich gut dabei.“
  2. Fragen Sie dann: „Ist das Gefühl Information über die eigentliche Frage oder über etwas ganz anderes?“
  3. Führen Sie das Urteil erneut durch, mit ausgeklammertem Affekt: „Wenn ich neutral wäre, wozu würde ich kommen?“

Evidenz

Die Affektheuristik ist gut dokumentiert: Slovic und Kollegen zeigten, dass positiver Affekt das wahrgenommene Risiko senkt und den wahrgenommenen Nutzen erhöht, und negativer Affekt das Gegenteil bewirkt, unabhängig von jeder objektiven Änderung an der beurteilten Sache. Finucane et al. (2000) zeigten den Effekt experimentell — induzierter Zeitdruck verstärkte die inverse Risiko-Nutzen-Korrelation, ein Beleg dafür, dass Menschen ein einziges Gesamtgefühl für zwei logisch unabhängige Urteile substituieren. (observational)

Quellen

Häufiger Fehler

Den Affekt ganz zu verwerfen — gute Gefühle können echte Information tragen (erfahrungsbasierte Intuition). Das Ziel ist zu prüfen, ob der Affekt relevant ist, nicht ihn zu eliminieren.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Attributsubstitution: Wenn Ihr Gehirn eine andere Frage beantwortet

Verwandte Konzepte