Schreibe nach Ehrfurcht aus der Perspektive des kleinen Selbst

Schreibe nach einer Ehrfurchtserfahrung kurz aus der Perspektive von jemandem, dessen persönliche Sorgen sich angemessen klein anfühlen.

Why it works

Ehrfurcht erzeugt spontan den Effekt des kleinen Selbst – eine vorübergehende Verkleinerung des Ego, die selbstbezogene Sorgen reduziert und prosoziale Orientierung steigert. Direkt nach einer Ehrfurchtserfahrung zu journalen, fängt diesen Zustand ein und verlängert ihn, indem es Sprache erfordert, die persönliche Probleme explizit in einen größeren Kontext einordnet. Der Kontrast zwischen „mein großes Problem“ und der gerade erlebten Gewaltigkeit ist kognitiv und emotional neu ordnend.

How to do it

  1. Schreibe innerhalb von 15 Minuten nach einer ehrfurchterzeugenden Erfahrung fünf Minuten lang.
  2. Beginne mit: „Im Verhältnis zu dem, was ich gerade erlebt habe, fühlen sich die Dinge, die mich beschäftigt haben, an wie...“
  3. Erzwinge keine Positivität – ehrliche Beobachtung der Verschiebung im Maßstab ist das Ziel.
  4. Bemerke jede Veränderung darin, welche Sorgen bedeutsam wirken und welche kleiner als sonst.

Evidenz

Shiota und Kollegen sowie andere haben den Effekt des kleinen Selbst experimentell dokumentiert – Ehrfurchtsinduktion reduziert zuverlässig selbstbezogene Inhalte in Selbstbeschreibungen. Die Journaling-Erweiterung ist eine praxisorientierte Anwendung dieses gut dokumentierten Effekts. (mechanistic)

Die Journaling-Anwendung des Effekts des kleinen Selbst wurde nicht getrennt von der Ehrfurchtsinduktion selbst getestet; dies kombiniert einen bekannten Effekt mit einem Standard-Journaling-Werkzeug.

Quellen

Häufiger Fehler

Sofort über die Ehrfurchtserfahrung selbst zu schreiben (sie zu beschreiben), statt aus dem Zustand des kleinen Selbst heraus zu schreiben, den sie erzeugt hat – Beschreibung ist etwas anderes als Perspektivwechsel.

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