Positive Psychologie, praktisch erklärt
PERMA und die Wohlbefindensübungen, ehrlich anhand der Evidenz bewertet
Was ist positive Psychologie, und welche Teile funktionieren wirklich?
Martin Seligmans positive Psychologie erforscht, was ein Leben lebenswert macht, organisiert um das PERMA-Modell – Positive Emotion, Engagement, Beziehungen, Sinn und Erfüllung (Accomplishment). Mehrere seiner Kerninterventionen, darunter „drei gute Dinge", der Dankbarkeitsbesuch und die Nutzung von Signaturstärken, haben echte randomisierte Studienunterstützung für die Steigerung des Wohlbefindens und die Reduktion depressiver Symptome.
Die positive Psychologie richtete das Feld neu aus: nicht nur reparieren, was kaputt ist, sondern auch aufbauen, was stark ist. Ihr bleibender Beitrag ist eine Reihe testbarer Interventionen, nicht nur eine Philosophie. Es folgen die zentralen Praktiken, jeweils mit dem Wirkmechanismus und einer ehrlichen Einordnung der Evidenz – die für mehrere davon tatsächlich stark ist.
Übungen
- Drei gute Dinge (was gut gelaufen ist)
Schreibe jeden Abend drei Dinge auf, die gut gelaufen sind, und warum sie gut gelaufen sind.
- Der Dankbarkeitsbesuch
Schreibe und überbringe persönlich einen Dankesbrief an jemanden, dem du nie richtig gedankt hast.
- Deine Signaturstärken auf neue Weise nutzen
Identifiziere deine wichtigsten Charakterstärken und setze jeden Tag eine davon anders ein.
- Dein Leben anhand von PERMA überprüfen
Überprüfe das Wohlbefinden entlang aller fünf Säulen – Emotion, Engagement, Beziehungen, Sinn, Erfüllung.
- Positive Erfahrungen auskosten
Verlängere und vertiefe gute Momente bewusst, statt sie vorbeiziehen zu lassen.
- Bewusste Akte der Freundlichkeit
Führe mehrere bewusste freundliche Handlungen aus, idealerweise gebündelt, um dein eigenes Wohlbefinden zu heben.