Pausen mit niedriger statt hoher Stimulation machen
Ersetzen Sie Handy-Scroll-Pausen durch kurze Spaziergänge, aus dem Fenster schauen oder einfach dasitzen.
Why it works
Hochstimulierende Pausen (soziale Medien, Nachrichten) konkurrieren mit den Aufmerksamkeitsnetzwerken, die sich erholen müssen – sie sind kognitiv aktiv und oft emotional erregend, was die Belastung derselben Systeme verlängert, die Ruhe brauchen. Pausen mit niedriger Stimulation erlauben dem gerichteten Aufmerksamkeitsnetzwerk, sich wirklich zu beruhigen, während das Default-Mode-Netzwerk sich auffüllt.
How to do it
- Legen Sie das Gerät bei jeder geplanten Pause weg.
- Tun Sie etwas, das minimale gerichtete Aufmerksamkeit erfordert: aus dem Fenster schauen, ein kurzer Spaziergang, ein Getränk zubereiten.
- Bemerken Sie jeden Drang, zum Handy zu greifen; sitzen Sie 30 Sekunden mit diesem Drang, bevor Sie entscheiden.
Evidenz
Die Attention Restoration Theory sagt voraus, dass mühelos ansprechende, anspruchsarme Umgebungen die gerichtete Aufmerksamkeit besser wiederherstellen als stimulierende Umgebungen. (observational)
Die meisten Studien vergleichen Natur mit Stadt; der spezifische Vergleich handyfreier vs. Social-Media-Pausen ist weniger direkt untersucht, obwohl der Mechanismus eindeutig gilt.
Quellen
- Kaplan & Kaplan (1989), Attention Restoration Theory, The Experience of Nature
- Berman, M. G., Jonides, J., & Kaplan, S. (2008). The Cognitive Benefits of Interacting With Nature. Psychological Science, 19(12), 1207-1212.
Häufiger Fehler
Eine "Pause" zu machen, indem man von Arbeitsinhalten zu Social-Media-Inhalten wechselt – das fühlt sich erholsam an, hält aber das Aufmerksamkeitssystem aktiv und fügt oft emotionale Erregung hinzu.
Übe das mit IX Coach
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