Chunks durch Analogien zu bereits Bekanntem aufbauen

Bilden Sie neues komplexes Material auf eine Struktur ab, die Sie bereits gründlich verstehen.

Why it works

Eine Analogie pfropft neue Information auf einen bestehenden, bereits konsolidierten Chunk. Da der bestehende Chunk bereits im Langzeitgedächtnis ist, erbt das neue Material dessen Organisationsstruktur — Beziehungen, Abfolgen und Ausnahmen —, ohne dass diese Struktur von Grund auf neu aufgebaut werden muss. So beschleunigen erfahrene Lehrende das Lernen von Anfängern: „die Zelle ist wie eine Fabrik“.

How to do it

  1. Fragen Sie beim Begegnen mit komplexem neuem Material: „Wie was Vertrautem funktioniert das?“
  2. Bilden Sie die Kernkomponenten des neuen Systems auf die Komponenten des vertrauten ab.
  3. Testen Sie die Analogie darauf, wo sie zusammenbricht — die Zusammenbrüche sind die neuartigen Teile, die Sie noch getrennt lernen müssen.

Evidenz

Analoger Transfer ist in der Problemlösungsforschung gut etabliert: Menschen, die vor einem Problem analoge Beispiele erhalten, lösen es deutlich wahrscheinlicher korrekt. Analogien senken die Kosten für den Aufbau neuer Schemata, indem sie bestehende wiederverwenden. (observational)

Analogien können in die Irre führen, wenn die abgebildete Struktur in wichtigen Punkten abweicht — Lernende, die eine fehlerhafte Analogie zu weit tragen, entwickeln systematische Fehlvorstellungen.

Quellen

Häufiger Fehler

Bei „das ist wie X“ stehenzubleiben, ohne die Komponenten explizit abzubilden — der Lernwert liegt im systematischen Vergleich, nicht in der Oberflächenähnlichkeit.

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