Gelegentlich Lasten zählen, um den Kontrast zu schärfen

Einmal im Monat kurz die eigenen Lasten auflisten — dann zu den Segnungen zurückkehren und den Kontrast bemerken.

Why it works

Die Emmons-&-McCullough-Studie enthielt eine „Lasten zählen“-Bedingung (die schlechter abschnitt als Segnungen zählen) und eine neutrale Bedingung. Kurzes Besuchen von Lasten vor oder nach dem Segnungenzählen nutzt jedoch hedonischen Kontrast: Der negative Vergleichskontext lässt die positive Liste bedeutsamer wirken. Das unterscheidet sich vom Verweilen bei Negativem — es ist eine Kontrastkalibrierung.

How to do it

  1. Einmal im Monat (nicht wöchentlich) mit einer Liste von fünf echten Lasten oder Frustrationen des vergangenen Monats beginnen.
  2. 60 Sekunden bei der Liste verweilen.
  3. Zum gewohnten Segnungenzählen übergehen.
  4. Bemerken, ob die Segnungen im Kontrast lebendiger oder emotional bedeutsamer wirken.

Evidenz

Hedonische Kontrasteffekte sind gut dokumentiert: positive Reize wirken im Kontext negativer Vergleichsreize positiver. Koo et al.s Forschung zur mentalen Subtraktion stützt direkt den Kontrast als Mechanismus der Dankbarkeitsintensivierung. (mechanistic)

Die monatliche Lastenzählung ist eine praktikerbasierte Anpassung des Kontrastprinzips; ihre spezifische Häufigkeit und ihr Format wurden nicht eigenständig untersucht. Für zu Grübeln neigende Personen vermeiden.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Lastenzählung zu häufig durchführen, was den Effekt umkehrt — die Lasten-Bedingung bei Emmons & McCullough erzeugte schlechteres Wohlbefinden als das Segnungenzählen, wenn sie als primäre Praxis genutzt wurde.

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