Das Elaboration-Likelihood-Modell in der Praxis

Zwei Wege zur Einstellungsänderung — und welcher wirklich hält

Was ist das Elaboration-Likelihood-Modell (ELM)?

Das Elaboration-Likelihood-Modell (ELM) besagt, dass Überzeugung auf einem von zwei Wegen verläuft: dem zentralen Weg, auf dem Menschen Argumente sorgfältig abwägen und ihre Meinung dauerhaft ändern, und dem peripheren Weg, auf dem Menschen gedankliche Abkürzungen nutzen (Attraktivität der Quelle, sozialer Beweis) und sich nur vorübergehend umstimmen lassen. Welcher Weg dominiert, hängt von Motivation und kognitiver Kapazität im jeweiligen Moment ab. Das Modell zählt zu den am besten replizierten Rahmenmodellen der Sozialpsychologie.

Petty und Cacioppo entwickelten ELM in den 1980er-Jahren, um zu erklären, warum dieselbe Botschaft das eine Publikum überzeugt und ein anderes kalt lässt. Die Antwort liegt nicht in der Botschaft, sondern im Zustand des Zuhörers: wie sehr es ihm wichtig ist und wie viel Kapazität er hat, gründlich nachzudenken. Wer erkennt, auf welchem Weg das eigene Publikum unterwegs ist, weiß genau, an welchem Hebel anzusetzen ist. Es folgen die zentralen Praktiken, jeweils mit dem dahinterliegenden Mechanismus und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenzlage.

Übungen

Übe das mit IX Coach

Übe das mit IX Coach

Verwandte Konzepte