Anerkennung großzügig und konkret geben

Die Beiträge anderer öffentlich, konkret und ohne eigene Verdienste zu beanspruchen, benennen.

Why it works

Anerkennung kostet nichts, hat aber hohen sozialen Wert für den Empfänger. Geber, die anderen Anerkennung frei zuschreiben, bauen einen Ruf für Fairness und Großzügigkeit auf, der mehr Talent, Zusammenarbeit und Empfehlungen anzieht. Die Konkretheit ist entscheidend: allgemeines Lob wirkt hohl, während das genaue Benennen dessen, was jemand tat und warum es wichtig war, echte Aufmerksamkeit signalisiert.

How to do it

  1. Bei Feedback oder der Präsentation von Ergebnissen explizit benennen, wer beigetragen hat und was er getan hat.
  2. Das nach Möglichkeit vor anderen tun – öffentliche Anerkennung verstärkt die Wirkung.
  3. Konkret sein: „Sarahs Einsicht zur Kundenreihenfolge hat diesen Plan zum Funktionieren gebracht“ schlägt „tolle Teamarbeit“.
  4. Anerkennung geben, gerade dann, wenn es nicht nötig wäre – das zählt am meisten.

Evidenz

Soziale Anerkennung aktiviert Belohnungsschaltkreise und stärkt prosoziale Bindungen; konkrete Anerkennung baut die Selbstwirksamkeit des Empfängers wirksamer auf als allgemeines Lob. Der Reputationsvorteil für den Gebenden ist eine mechanistische Schlussfolgerung aus Vertrauens- und Sympathieforschung. (mechanistic)

Der kausale Weg von Anerkennung geben zu Karriereerfolgen für den Gebenden ist plausibel, aber nicht direkt untersucht; der Nutzen für den Empfänger (Selbstwirksamkeit, Motivation) ist besser belegt.

Häufiger Fehler

Anerkennung für Leistungsbeurteilungen aufsparen oder nur geben, wenn nichts auf dem Spiel steht – der Wert ist am höchsten, wenn sie freiwillig und rechtzeitig kommt.

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